Dieser Teil der Story ist nur für Erwachsene geeignet!

Jan wusste nicht, woher Nils die Geduld nahm. Für seinen Geschmack zog sein Mann ihn viel zu langsam aus. Sein Mann. Das klang toll, und es fühlte sich auch so an. Noch besser fühlte es sich allerdings an, als Nils sich endlich nackt an ihn schmiegte. Jan zog ihn mit sich unter das lauwarme Wasser, das aus den großen Duschköpfen rauschte.

Während sie sich leidenschaftlich küssten, griff Jan nach dem Duschgel und sie fingen an, sich gegenseitig einzuseifen. Zuerst mit langsamen, sinnlichen Bewegungen, doch dabei blieb es nicht lange. Ohne den Kuss zu unterbrechen, schob Jan seinen Mann gegen die Wand. Er spürte, wie Nils erschauerte, als sein Rücken die kühlen Kacheln berührte. Mit einem Lächeln unterbrach er den Kuss nun doch.

„Dreh dich um“, forderte er heiser, und Nils zögerte nicht. Genüsslich ließ Jan die Hände über den breiten Rücken tiefer gleiten. Der kleine knackige Hintern hatte für ihn nichts von seiner Faszination verloren. Er liebte es, die festen Muskeln ganz sanft zu massieren, bis Nils sich ihm entgegen drängte und mehr wollte. Das war an diesem Tag nicht anders. Ein leises Keuchen entrang sich dem geliebten Mann, als seine Finger zwischen die festen Pobacken glitten und mit sanftem Druck den Anus umkreisten. Aber jetzt war er es, der seinen Geliebten hinhielt. Immer wieder drang sein Finger nur ein winziges Stück in Nils ein, bis der ein raues Stöhnen von sich gab und sich heftig an ihn drängte.

„Jan, bitte…“ Mehr brachte Nils in diesem Moment nicht heraus, aber mehr musste er auch gar nicht sagen. Er seufzte erleichtert auf, als Jans Finger endlich tief in ihn eindrang. Tief genug, um zielsicher seinen Lustpunkt zu treffen. Es war jedes Mal ein völlig irres Gefühl, bei dem er fast kam, wenn er sich nicht zusammenriss. Aber er wollte noch nicht kommen, wollte das hier noch eine Weile genießen. Jan war da aber offenbar anderer Meinung, denn er zog den Finger zurück, schob einen zweiten hinzu und ließ die Fingerspitzen auf der Prostata liegen.

Nils stöhnte rau auf, als die Finger sanft Druck ausübten und dabei über dem Lustpunkt kreisten. Sein Geliebter wusste, wie empfindlich er anal war, und wie schnell er nur von diesen sanften Liebkosungen zum Höhepunkt kommen würde. Ja, Jan wusste es nur zu genau, und er trieb Nils immer schneller auf einen heftigen Höhepunkt zu. Nur noch ein winziges bisschen, dann – Jan zog die Hand zurück und entlockte Nils damit einen frustrierten Laut. „Schatz, bitte… Ich bin so nah dran…“

„Ich weiß“, flüsterte ihm sein Mann ins Ohr. „Aber ich will in dir sein, wenn du kommst. Ganz tief in dir.“

„Dann nimm mich doch endlich.“

Er spürte, wie Jan den Mund zu einem Lächeln verzog und den Kopf schüttelte. „Nicht hier in der Dusche. Ich will dich unter mir haben, dir in die Augen sehen, wenn ich dich nehme.“

Jan griff um ihn herum, umfasste seine harte Erektion und fuhr ein paar Mal an der gesamten Länge auf und ab. Viel zu locker und zu sanft, um Nils zum Höhepunkt zu bringen, aber gerade fest genug, um seine Erregung noch höher zu treiben.

„Hör auf damit“, brachte Nils hervor. „Das halte ich nicht aus.“

„Doch, tust du“, erwiderte Jan und streichelte erneut über seine Härte.

Nils befreite sich sanft aus dem Griff und der Umarmung. Er drehte das Wasser ab und schob Jan vor sich her hinüber ins Schlafzimmer. Tropfnass, wie sie beide waren, drängte er Jan aufs Bett, was diesem ein leises Lachen entlockte. Es war Nils völlig egal, wenn das Bett nass wurde. Das trocknete wieder und war im Moment wirklich nebensächlich.

Wichtig war nur dieser Mann, den er so sehr liebte. Mit seinem Körper hielt er ihn auf dem Bett fest und Jan stöhnte leise auf, als sich ihre harten Schwänze aneinander rieben.

„Sieht so aus, als hätte ich jetzt dich unter mir“, raunte Nils mit einem Lächeln. Es fiel ihm schwer, aber er zog sich soweit zurück, dass sein Becken nicht mehr das von Jan berührte. Der gab einen protestierenden Laut von sich, den Nils gleich darauf mit einem heißen Kuss erstickte. Blind tastete er neben sich nach dem Nachttisch und hatte gleich darauf die Gleitcreme in der Hand. Er schaffte es, die Tube mit einer Hand zu öffnen und sich etwas von der Creme auf den Finger zu drücken.

Jan stöhnte in den Kuss, als Nils sanft den Finger in ihn schob. Er drängte sich ihm entgegen, aber das Spiel, das er gerade noch unter der Dusche mit Nils gespielt hatte, beherrschte der auch. Er nahm den zweiten Finger hinzu und fing an, die Prostata zu reizen. Jan war anal nicht ganz so empfindlich wie sein Geliebter, aber bei dieser direkten Stimulation machte das keinen Unterschied mehr. Mit schnellen, festen Bewegungen trieb Nils ihn immer höher und als er nur noch eine einzige Berührung vom Höhepunkt entfernt war, zog Nils seine Hand zurück.

„Rache ist süß, mein Schatz“, flüsterte er erregt, aber auch amüsiert, als Jan einen frustrierten Laut von sich gab. „Willst du mich jetzt nehmen, ohne noch lange herumzuspielen?“

Jan keuchte. „Wollen schon. Aber ich kann dich jetzt nicht nehmen. Ich bin so nah dran, dass ich es nicht einmal schaffen würde, ganz in dich einzudringen, bevor ich komme. Also mach.“

Das ließ sich Nils nicht zweimal sagen. Vorsichtig drang er in Jan ein, aber der wollte es jetzt offenbar nicht sanft. Er schlang die Beine um seine Hüften und presste die Fersen fest in seinen Po, bis Nils ganz in ihm war. Einen Moment lang legte der seine Stirn an die seines Mannes, um ihm Zeit zu geben, sich an die Dehnung zu gewöhnen. Doch diese Zeit wollte Jan nicht, brauchte sie auch nicht. Sein Körper setzte Nils keinen Widerstand entgegen, als er sich aus ihm zurückzog und dann tief zustieß.

Volltreffer, Jan stöhnte rau auf. Dieses irre Gefühl raste durch seinen ganzen Körper, und noch bevor es abflauen konnte, kam schon der nächste Stoß, der wieder genau seine Prostata traf. Er drängte sich enger an Nils, umklammerte die schmalen Hüften mit seinen Beinen und versuchte so, seinen Geliebten in seinen Bewegungen etwas einzuschränken. Er wollte dieses Gefühl so gerne noch länger genießen. Tatsächlich war der nächste Stoß weniger hart und tief, aber das änderte nichts. Unaufhaltsam rollte der Höhepunkt auf ihn zu. Er spürte das Beben, das Nils‘ Körper durchlief, spürte, wie sein Mann sich anspannte und ließ los. Mit einem heiseren Laut kam er zum Höhepunkt, während sich Nils tief in ihm ergoss.

„Jetzt bist du ganz und gar mein Mann“, flüsterte Nils, als er endlich wieder Luft bekam.

Er spürte und hörte, wie Jan leise lachte. „Du kannst dich jederzeit gerne wieder so an mir rächen. Aber der Tag ist noch längst nicht vorbei. Und bevor er es ist, werde ich dich nehmen.“

„Versprochen?“ murmelte Nils schläfrig mit einem glücklichen Lächeln.

„Ja, versprochen“, erwiderte Jan, kuschelte sich eng an seinen Mann und küsste ihn. Er hielt das Versprechen, nachdem sie zwei Stunden geschlafen hatten.

***

Die Party war in vollem Gange und alle amüsierten sich. Nur der Hochzeitstorte war es nicht so gut ergangen. Die zerfloss regelrecht bei dem warmen Wetter, trotz der Kühlakkus unter der Tortenplatte. Aber das störte eigentlich niemanden, die Gäste nahmen es zum Anlass, die köstliche Torte so schnell wie möglich zu verspeisen.

Christina machte Julian, Lars und den anderen verstohlene Zeichen und wandte sich dann Jan und Nils zu, die davon nichts mitbekommen hatten. Aus den Augenwinkeln sah sie, wie die Freunde bereits ein Stück der großen Terrasse leer räumten. Die Fliesen aus Granit waren zwar nicht ideal zum Tanzen, aber es würde gehen.

„Kommt ihr mal bitte mit rein? Ich habe noch etwas für Euch“, forderte sie das Brautpaar auf. Das Herz schlug ihr bis zum Hals. Nur wenige Menschen wussten von diesem ganz persönlichen Geschenk. Diejenigen, die es wussten, waren begeistert gewesen. Aber sie hatte keine Ahnung, ob es wirklich richtig war.

Neugierig folgten die beiden Männer ihrer Freundin bis in Jans Arbeitszimmer. Als Chrissy die Tür schloss und tief durchatmete, schauten ihre Freunde sie besorgt an. „Ist alles okay, Süße?“

„Ja. Aber das Geschenk… wenn es euch nicht gefällt, ist es okay. Das könnte ich verstehen.“ Sie deutete auf das Regal hinter Jans Schreibtisch. Dort lag ein flaches Päckchen in der Größe eines Buches. Es konnte aber auch ein Bilderrahmen sein.

„Na los, macht es auf“, forderte sie ihre Freunde nervös auf.

Nils griff nach dem Päckchen und reichte es Jan. Es fühlte sich wirklich wie ein Buch an, aber die Oberfläche schien dazu nicht fest genug zu sein. Jan fackelte nicht lange, er riss das Papier einfach auf. Als Chrissy sah, dass die Männer regelrecht erstarrt waren, sank ihr das Herz in die Hose. Sie hätte es bleiben lassen sollen, sie hätte nicht –

Im nächsten Moment wurde sie von beiden Männern fest umarmt. Abwechselnd drückten sie ihre Freundin ganz fest an sich, hielten sie schließlich zwischen sich fest in einer gemeinsamen Umarmung. Jan hatte immer noch das Buch in der Hand. Der Einband war aus einem dicken, aber weichen Leder. Ein schönes Blau mit einer Prägung in hellgrau.

Nils wischte sich die Tränen ab. „Ein schöneres Geschenk hättest du uns nicht machen können, Liebes.“

Sein Mann nickte zustimmend, auch ihm liefen die Tränen über das Gesicht. „Ich weiß nicht, wie ich dir danken soll, Chrissy. Du hast dich damals so lange dagegen gewehrt, unsere Geschichte zu schreiben. Ich kann es verstehen, denn ich weiß, wie schwer es für dich war, vor allem am Anfang. Als du das Buch dann geschrieben hast, das war ein riesiges Geschenk für uns, auch für Mike und Alex. Aber ich hätte nie gedacht, dass ich es jemals gedruckt in den Händen halten würde.“

Jan drückte seine Freundin wieder eng an sich. „Danke, Liebes.“ Ganz vorsichtig nahm Nils ihm das Buch aus den Händen. Im unteren Bereich waren Eheringe eingeprägt, darunter ihre Vornamen und das Hochzeitsdatum. In der oberen Hälfte stand der Titel des Buches. Winterhimmel. Nils schluckte hart, dann zog er seinen Mann und Chrissy eng an sich, ohne das Buch loszulassen.

„Ich freue mich, dass es euch gefällt“, schniefte sie irgendwann leise. „Es ist ein Einzelstück. Zurückgeben wäre also schwierig geworden.“

Jan lachte leise auf. „Vergiss es. Dieses Buch geben wir nie wieder her. Was dagegen, wenn ich es den Gästen zeige?“

„Nein, natürlich nicht. Ist ja jetzt euer Buch. Aber lass es vorerst besser noch hier liegen. Kommt mal mit, ihr zwei.“

Sie fasste jeden von ihnen an einer Hand und zog die Männer hinter sich her wieder nach draußen. Verblüfft sahen sie, dass ein Großteil der Terrasse geräumt worden war, und jemand hatte eine kleine Stereoanlage aufgebaut.

„Na los, eröffnet den Tanz,“ forderte Chrissy das Brautpaar lächelnd auf.

Lachend zog Nils seinen Mann hinter sich her, mitten auf die freie Fläche. Als gleich darauf das Lied erklang, küsste Jan seinen Mann, dann fingen sie an zu tanzen. Ihr Lied. There’s gotta be somebody for me out there. Wie recht die Jungs von Nickelback doch hatten. Da draußen hatte es jemanden für sie beide gegeben, und sie hatten sich zum Glück gefunden.

~~~ Ende ~~~

5 Kommentare

  1. Oh, war wieder so schön. Hätte es gerne als e-Book, damit ich es zu den beiden vorhandenen e-Books zufügen kann. Vielen Dank. <3 :)

    • Danke 😀
      Aktuell findest Du die Kurzgeschichte als eBook auf meinen Accounts bei Bookrix und bei FanFiction, die sind allerdings beide ohne das „richtige“ Cover.
      Wenn Du Dich noch einige Tage geduldest, findest Du die Kurzgeschichte in den Shops zum kostenlosen Download. Das Buch geht morgen in die Shop-Freigabe und sollte dann bis Ende der Woche in den Shops erhältlich sein.
      Für registrierte Benutzer meiner Homepage werden demnächst auch spezielle Exemplare mit meiner Signatur hier auf der Homepage zur Verfügung stehen. Ich arbeite gerade am Download-Bereich. Das kann Ende Januar werden, im Moment hat die Fertigstellung von „Verrückt nach Luke“ Vorrang.

      LG, Chris

  2. Das war jetzt das Zuckerl und ein super guter Abschluss zu Jan und Nils Geschichte. Einfach genial das Gesamtpaket. Ich hätte natürlich auch nichts dagegen, die Printausgabe zu gewinnen, aber schau ma mal. :)

    • Hallo Claudi,

      danke für das Lob, freut mich.
      Wenn Du an der Verlosung der Printausgabe teilnehmen willst, hüpf bitte in den Lostopf. Für die Verlosung gelten nur die Kommentare auf der Seite Advent, Advent.

      LG, Chris

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